Wie können Milliarden Menschen täglich satt werden? Während hierzulande die Hälfte aller Lebensmittel – rund elf Millionen Tonnen pro Jahr allein in Deutschland – im Müll landet, verhungern anderswo jährlich zehn Millionen Menschen.
Im ersten Jahr der UN-Dekade der Ernährung eröffnet die „Vorratskammer“ von Tollwood und Naturland neue Perspektiven auf eine Welt zwischen Hunger und Wegwerfgesellschaft. Die begehbare Kammer inmitten eines Feldes informiert die Besucher darüber, wie die Welt ernährt werden kann und was das für die Zukunft der Landwirtschaft und unser eigenes Konsumverhalten bedeutet.
Der neu eingerichtete Ort auf Tollwood informiert nicht nur sehr plastisch über die ungerechte globale Lebensmittelverteilung, er zeigt auch, wie man konkret Politik mit dem Einkaufszettel machen und selbst aktiv werden kann.
Tollwood und Naturland unterstützen die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam für eine Welt ohne Hunger bei ihrer Kampagne „Mahlzeit – Ein Planet. 9 Milliarden. Alle satt.“. In der „Vorratskammer“ können Besucher Oxfams Aufruf „Mit Essen spielt man nicht!“ mit ihrer Unterschrift unterstützen. Der Aufruf richtet sich an den Bundesfinanzminister und fordert, gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln vorzugehen und die Finanzmärkte stärker zu regulieren.
Die „Vorratskammer“ auf dem Festival ist täglich Montag bis Freitag von 14 bis 23 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 23 Uhr geöffnet.
Mehr Infos gibt es unter www.tollwood.de.



Hallo,
mich beschäftigt das Thema Lebensmittelverschwendung schon sehr lange. Ich finde es traurig, dass Leute einen Großteil ihrer Einkäufe wegwerfen, während andere hungern müssen.
Ich selber mache dabei nicht mehr mit. Ich kaufe täglich das ein, was ich grad brauche und kaufe in Bioläden ein, wo man alles in kleinen Mengen kaufen kann. Ich kaufe manchmal noch höchstens für ein Wochenende ein und nie für länger.
Neuerdings haben mein Mann und ich sogar einen Plan für die Woche, was wir wann essen, auch um das Gemüse aus meinem Gemüse-Abo komplett zu verbrauchen. So kauft man nur wenige Dinge zu und hat gar nicht erst die Möglichkeit, was übrig zu haben.
Das ist mein Beitrag dazu, dass nichts verschwendet wird.
Liebe Grüße
Nidi