Nichts überstürzen – das ist eine der wichtigsten Grundregeln beim Gärtnern. Erst wenn das Wetter warm genug ist, kann die Aussaat im Freien beginnen. Auch die Tageslänge ist wichtig. Damit aus den Samen kräftige Pflanzen wachsen, brauchen sie ausreichend Licht.
Orientieren Sie sich für den richtigen Zeitpunkt zum Aussäen an den Angaben auf den Samentüten, aber achten Sie auch auf die Signale der Natur. Jetzt im Mai ist ein guter Zeitpunkt, um mit der Aussaat zu beginnen. Nicht alle Sorten eignen sich für die direkte Aussaat im Freien. Das Vielfalterleben Basilikum möchte zum Beispiel drinnen vorgezogen werden. Wie das geht, verraten wir unter Vorziehen auf der Fensterbank. Eine Vielzahl an Pflanzen und Kräutern aber kann ganz einfach draußen gesät werden; so auch die Vielfalterleben Kresse.
Es gibt verschiedene Aussaatverfahren – am geläufigsten sind die Reihensaat, die Breitsaat und die Lochsaat. Da bei der Reihensaat besonders gut Pflegegeräte genutzt werden können, ist sie eine der gängigsten Methoden. Eine kurze Anleitung, wie sie funktioniert, haben wir unten für Sie zusammengestellt. Kommt hingegen die Breitsaat zum Einsatz, verteilt man die Samen gleichmäßig auf der gesamten Fläche. Dabei kann man die Samen einfach mit der Hand ausstreuen, wie beispielsweise bei den Vielfalterleben-Sorten Hummelglück und Schmetterlingsgruß. Bei der Lochsaat (auch Nestsaat genannt) werden mehrere Samen zusammen kreisförmig gesät. Dieses Verfahren eignet sich zum Beispiel für die Bohnen oder Sonnenblumen unseres Erlebnis-Saatgutes für Kinder.
Grundsätzlich gilt beim Aussäen:
- auf genügend Abstand zwischen den Samen achten
- Dunkelkeimer müssen so tief in die Erde, wie ihr Durchmesser dick ist; Lichtkeimer nur hauchdünn mit Erde berieseln
- stets für ausreichende und gleichmäßige Feuchtigkeit sorgen
Die Reihensaat
Bevor Sie mit der Reihensaat im Freiland beginnen, legen Sie ein Beet an. Der Boden ist erst bereit, wenn er trocken und warm ist. Und das hängt vom Wetter ab. Lockern Sie die Erde, bis sie feinkrümelig ist, und entfernen Sie im Beet das Unkraut. Auch wenn Sie als Balkongärtner in Sachen Erde unabhängiger sind, ist es wichtig, die richtige Wetterlage abwarten.
- Ziehen Sie feine Reihen in der Erde. Im Beet bietet sich eine Gartenschnur als Hilfsmittel für gerade Reihen an. Füllen Sie die Reihen ein wenig mit feiner Komposterde auf.
- Grundregel für die Tiefe der Reihen: So dick wie der Samen ist, so hoch soll er mit Erde bedeckt werden. Achtung: Es gibt sogenannte Lichtkeimer, die nur mit einer sehr dünnen Schicht berieselt werden.
- Legen Sie die Samen in die Reihen und achten Sie auf genügend Abstand. Auch hierzu finden sie auf den Samentüten Angaben. Pflanzen brauchen ausreichend Licht und Luft, um zu gedeihen.
- Bedecken Sie die Reihen mit Erde und drücken Sie sie sanft an.
- Gießen Sie vorsichtig das Beet. Geben Sie dabei Acht, dass es immer gleichmäßig feucht bleibt.
Wenn Saatgut übrig bleibt
Wenn Sie nicht alles Saatgut brauchen, können Sie Reste meist noch über einen längeren Zeitraum aufbewahren und später verwenden. Lagern Sie es dazu kühl und trocken in einem dicht verschlossenen Behältnis. Machen Sie im nächsten Jahr einfach einen Keimfähigkeitstest. Legen Sie hierzu Küchen- oder Löschpapier in eine Schale und streuen mindestens zehn Samenkörner darauf. Halten Sie das Papier feucht und decken Sie die Schale mit Frischhaltefolie ab. Geht die Hälfte der Körner auf, können Sie es noch verwenden.


